Locking
Ihren Ursprung hat die Tanzform Locking in den Ghettos von Los Angeles, in denen sie das Drohverhalten der Gangs durch gezielt erzeugte Komik zu entschärfen versuchte. Dieser Tanzstil wird auf polyrhythmische Elektro- Funkmusik getanzt und hat witzigen, clownartigen Charakter. Das wird vor allem durch dynamische Bewegungsabläufe und Effekte dieses Tanzstils deutlich, die u.a. Clown- walking, Funky Pinguin und Funky Chicken genannt werden. Die Basisfiguren des Tanzes, die an Alltagssituationen erinnern, sind eng mit Pantomime verknüpft, wie der Stop and Go, der Bus-Stop ( Imitieren einer Ticketentwertung) oder der Tanz mit dem Besen.
Ausschlaggebend für die Popularität des Locking ist der 1969 von Don Campell erfundene Campellock. Don Campell entwickelte, inspiriert von Musiksendungen in denen u.a. Roboter zu sehen waren, kontrollierende roboterartige Bewegungen und unterbrach sie mit dynamischen unkontrollierten Bewegungen.
Zusammen mit seiner gegründeten Gruppe The Lockers trat er mit seinem neuen Tanzstil in der TV Show Soul Train auf, welcher dadurch bekannt und in das Repertoire des Breakdance aufgenommen wurde.
Der Name Locking leitet sich von seiner Bewegungstechnik ab: Gliedmaßen werden aus einem kontrollierten Zustand „herausgeschleudert“ und wieder „eingerastet“.
Daraus lassen sich folgende Basisbewegungen ableiten:
- Lockwalk: Knie und Füße werden nach außen bewegt
- Wristroll: Schleudern einer wie an einem Faden hängenden Hand, die abrupt wieder in eine „gehaltene“ Position einrastet
- Fallfiguren: -Knee drop ( Fallen auf die Knie; meist mehrmals hintereinander)
- Split ( Fallen in einen Spagat; hinteres Bein ist angewinkelt)
- Pointing: Geschleuderte aus- und wieder einrastende Armbewegung
Ausdrucksstarke, freundliche, auf Komik abzielende Gestik und das Ausstrahlen von Lebensfreude bestimmen diese Tanzform besonders.
Sie verlangt Körperbeherrschung und bestärkt Rhythmusgefühl durch die betonten Takte und Melodien der Funkmusik, auf die synchron und mit unterschiedlicher Akzentsetzung getanzt werden muss, um ein perfektes Gesamtbild zu ergeben.
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